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	<title>indigene Kunst &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Museum Ludwig: HIER UND JETZT: De/Collecting Memories from Turtle Island ab 7. Februar in Köln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 13:34:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Indigene Gegenentwürfe zur US-Geschichte Anlässlich des 250. Jahrestags der US-Unabhängigkeit im Jahr 2026 richtet das Museum Ludwig den Blick neu aus. Die Ausstellung HIER UND JETZT: De/Collecting Memories from Turtle [&#8230;]</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Indigene Gegenentwürfe zur US-Geschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anlässlich des 250. Jahrestags der US-Unabhängigkeit im Jahr 2026 richtet das Museum Ludwig den Blick neu aus. Die Ausstellung <em>HIER UND JETZT: De/Collecting Memories from Turtle Island</em> konfrontiert historische Amerikabilder mit zeitgenössischen Positionen der indigenen Künstlerinnen Marie Watt und Wendy Red Star.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Kölner Museum Ludwig beherbergt die umfangreichste Pop-Art-Sammlung außerhalb der USA und ist traditionell eng mit der US-amerikanischen Kunstgeschichte verknüpft. Doch pünktlich zum Jubiläumsjahr der Vereinigten Staaten hinterfragt das Haus gängige Narrative der westlichen Geschichtsschreibung. Ab dem 7. Februar 2026 stehen nicht die Gründungsmythen der USA im Fokus, sondern „Turtle Island“ – eine in vielen indigenen Schöpfungsgeschichten verwurzelte Bezeichnung für den nordamerikanischen Kontinent.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Dekonstruktion des amerikanischen Mythos</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt der Schau ist ein historisches Konvolut, das das Museum 2023 erwarb: Fotochrome der <em>Detroit Publishing Company</em> aus der Zeit um 1900. Diese millionenfach verbreiteten Farbbilder prägten das touristische Bild der USA nachhaltig. Sie zeigen ikonische Orte wie den Yellowstone Nationalpark oder den Grand Canyon als menschenleere, unberührte Naturräume.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ausstellung <em>De/Collecting Memories from Turtle Island</em> entlarvt diese Leere als Konstruktion. Lange vor Ankunft der Europäer und der Staatsgründung vor 250 Jahren war das Land Heimat zahlreicher Nationen. Die Schau setzt dort an, wo die Postkartenmotive enden, und überschreibt die romantisierte „Entdeckung“ mit den verdrängten Perspektiven indigener Bevölkerungsgruppen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wendy Red Star: Satire gegen Stereotype</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1981 geborene Künstlerin Wendy Red Star nutzt fotografische Selbstinszenierungen, um westliche Vorstellungen von Indigenität humorvoll und satirisch zu brechen. In ihrer Arbeit hinterfragt sie kritisch das Label „Native Artist“, das in institutionellen Kontexten oft mehr als einschränkender Container denn als Beschreibung fungiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Red Star, die sich selbst als Apsáalooke verortet und deren Arbeit tief in der Geschichte ihres Volkes gründet, fordert mit ihren Werken dazu auf, den Blick für die Mechanismen der Kategorisierung zu schärfen und differenzierter hinzuschauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Marie Watt: Heilung, Klang und Interaktion</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Marie Watt (geb. 1967, Mitglied der Seneca Nation) hat für das Museum Ludwig die raumgreifende Installation <em>Thirteen Moons</em> entwickelt. Die Arbeit besteht aus dreizehn hängenden Skulpturen aus Zinnschellen, die eine starke visuelle und auditive Präsenz entfalten. Im Gegensatz zur klassischen musealen Distanz ist hier Berührung erwünscht: Besucher können die Schellen in Bewegung versetzen und einen Klangraum erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Installation referenziert den „Jingle-Dress-Tanz“ der Ojibwe, der um 1900 während der Grippepandemie als Heilungsritual entstand. Historisch ist der Tanz auch ein Akt des Widerstands, da er trotz des Verbots traditioneller Versammlungen durch die US-Regierung (1883–1978) praktiziert und weitergegeben wurde. Für die Performance arbeitet Watt mit der Jingle-Dress-Tänzerin Acosia Red Elk (Umatilla) zusammen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">HIER UND JETZT: Institutionelle Selbstkritik</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><em>De/Collecting Memories from Turtle Island</em> ist die elfte Ausgabe der Reihe <em>HIER UND JETZT</em>. Mit diesem Format unterzieht das Museum Ludwig die eigene Arbeit und Sammlungspraxis regelmäßig einer kritischen Prüfung. Die aktuelle Ausstellung wird durch die Fördergruppe HIER UND JETZT der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig e. V. substanziell unterstützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.museum-ludwig.de/de/" target="_blank" rel="noopener">www.museum-ludwig.de</a></p>
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		<title>Dreifacher Ausstellungsauftakt im Humboldt Forum: Indigene Perspektiven, japanische Kunst und Restaurierung im Fokus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2025 12:16:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Museumsnachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Humboldt Forum startet in den Mai mit einem eindrucksvollen kulturellen Dreiklang: Drei neue temporäre Ausstellungen eröffnen zeitgleich am 24. Mai und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Sammlungen des Hauses. [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Humboldt Forum startet in den Mai mit einem eindrucksvollen kulturellen Dreiklang: Drei neue temporäre Ausstellungen eröffnen zeitgleich am 24. Mai und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Sammlungen des Hauses. Von poetisch-dokumentarischer Kunst aus dem Amazonas über experimentelle Raum-Zeit-Erkundungen aus Japan bis hin zu tiefgreifenden Einblicken in die Welt der Restaurierung – das Publikum erwartet eine vielfältige Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe und aktuellen Fragestellungen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Feliciano Lana: Eine indigene Sicht auf Kolonialismus und Kapitalismus</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Raum 302 widmet sich die Ausstellung <em>„Die Geschichte der Weißen“</em> dem Werk des 2020 verstorbenen brasilianischen Künstlers Feliciano Lana. In Aquarellen schildert Lana, selbst Angehöriger der Desana am oberen Rio Negro, die Geschichte des Kontakts zwischen Indigenen und Weißen – vom gemeinsamen Ursprung bis zur Rückkehr der Weißen als Missionare und Soldaten. Die Werke verbinden persönliche Erfahrungen mit globalen Fragen rund um Kolonialismus und Kapitalismus. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten zeitgenössischer indigener Künstlerinnen sowie eine Videoinstallation mit Zeitzeug*innen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Takehito Koganezawa: Zeichnungen und Skulpturen zwischen Raum und Zeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In Raum 304 zeigt <em>„Eins auf Zwei, Zwei aus Eins“</em> neue und eigens für die Ausstellung geschaffene Werke des japanischen Künstlers Takehito Koganezawa. Medienübergreifend und experimentell verbindet er Zeichnung, Video, Installation und Performance. Im Zentrum steht die Frage: Wie nehmen wir Raum und Zeit wahr? Neben Neuerwerbungen des Museums für Asiatische Kunst sind auch Arbeiten zu sehen, die im Rahmen einer künstlerischen Residency in Berlin mit Studierenden der Kunsthochschule Weißensee entstanden sind. Die Ausstellung ist zugleich ein Rückblick auf Koganezawas langjährige Berliner Schaffensphase zwischen 1999 und 2016.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Restaurierung im Dialog: Hinter den Kulissen des Kulturerhalts</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wird Kulturgut bewahrt, und wer entscheidet darüber? In Raum 301 gibt die Ausstellung <em>„Restaurierung im Dialog“</em> seltene Einblicke in die Arbeit von Restaurator<em>innen, die sich mit sogenannten „Cultural Belongings“ befassen – Objekte, die tief mit der kulturellen Identität von Gemeinschaften verbunden sind. Vorgestellt werden unter anderem zwei Wappenpfähle der Nordwestküste Kanadas, ein chinesischer Lackschrank, ein mongolischer Schrein und eine Zeremonialpfeife der Umoⁿhoⁿ. Die Ausstellung zeigt, wie technische, kulturelle und ethische Überlegungen gemeinsam mit internationalen Partner</em>innen und Community-Vertreter<em>innen in den Entscheidungsprozess einfließen. Ergänzt wird sie durch Audiobeiträge Berliner Schüler</em>innen.</p>



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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einblicke in globale Kontexte</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die drei Ausstellungen setzen die erfolgreiche Zusammenarbeit des Humboldt Forums mit internationalen Partner*innen fort. Sie zeigen, wie aus transdisziplinären und kollaborativen Prozessen innovative Perspektiven auf globale Themen entstehen. „Mit ihrem besonderen Zugang eröffnen diese Ausstellungen neue Sichtweisen auf gesellschaftliche Fragen und auf die Sammlungen unseres Hauses“, betont Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt Forums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.humboldtforum.org" target="_blank" rel="noopener">www.humboldtforum.org</a></p>



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