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	<title>Goethe Wohnhaus Sanierung 2026 &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Goethe als Naturforscher: Wissenschaftliche Schätze im Goethe-Nationalmuseum Weimar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[museumsfernsehen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2026 11:47:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Johann Wolfgang von Goethe war nicht nur Dichter, Dramatiker und Staatsmann, sondern beschäftigte sich intensiv mit den Naturwissenschaften. Seine Sammlungen umfassen außergewöhnliche Objekte, darunter das Fossil eines Flugsauriers und eine in Bernstein eingeschlossene Ameise. In der abschließenden Folge der Videoreihe „<a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=kulT%C3%9CR%C3%B6ffner" data-type="link" data-id="https://www.museumsfernsehen.de/?s=kulT%C3%9CR%C3%B6ffner">kulTÜRöffner</a>“ der Klassik Stiftung Weimar stellt Dr. Thomas Schmuck, Kustode der naturwissenschaftlichen Sammlung, ausgewählte Stücke vor und erklärt ihre Geschichte. Das Video eröffnet einen Einblick in eine weniger bekannte Seite Goethes und seine wissenschaftlichen Interessen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Goethe als Wissenschaftler: Mehr als ein berühmter Dichter</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.museumsfernsehen.de/?s=%22Johann+Wolfgang+von+Goethe%22">Johann Wolfgang von Goethe </a>(1749–1832) zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschen Literaturgeschichte. Weniger bekannt ist, dass er sich über Jahrzehnte hinweg auch intensiv mit naturwissenschaftlichen Fragen auseinandersetzte. Zu seinen Forschungsgebieten gehörten unter anderem Geologie, Mineralogie, Botanik, Anatomie und die Farbenlehre. Goethe untersuchte Naturerscheinungen, sammelte Objekte und entwickelte eigene Vorstellungen über die Entstehung und Veränderung natürlicher Formen. Seine wissenschaftliche Arbeit war eng mit seiner Überzeugung verbunden, dass sich die Natur durch sorgfältige Beobachtung und den Vergleich unterschiedlicher Erscheinungen besser verstehen lässt. Die naturwissenschaftlichen Bestände im Goethe-Nationalmuseum dokumentieren dieses Interesse bis heute.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Goethes naturwissenschaftliche Sammlung: Fossilien, Mineralien und Bernstein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Goethes Sammlertätigkeit war ein wesentlicher Bestandteil seiner naturwissenschaftlichen Beschäftigung. Er trug im Laufe seines Lebens zahlreiche Mineralien, Gesteine, Fossilien und andere naturkundliche Objekte zusammen. Die Gegenstände dienten nicht ausschließlich der Anschauung. Sie bildeten zugleich die Grundlage für Vergleiche, Untersuchungen und wissenschaftliche Überlegungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Videoreihe „kulTÜRöffner“ stellt die Klassik Stiftung Weimar einige besonders bemerkenswerte Stücke vor. Dazu gehören das Fossil eines Flugsauriers und eine Ameise, die vor langer Zeit in Bernstein eingeschlossen wurde. Beide Objekte eröffnen einen Zugang zu vergangenen Lebenswelten und zur Geschichte der Naturforschung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Flugsaurier-Fossil: Ein außergewöhnliches Stück aus Goethes Sammlung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den bemerkenswerten Objekten gehört ein Fossil, das einem Flugsaurier zugeordnet wird. Flugsaurier waren flugfähige Reptilien, die während des Erdmittelalters lebten und vor rund 66 Millionen Jahren ausstarben. Ihre fossilen Überreste gehören zu den wichtigen Zeugnissen der Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Zeit Goethes stand die Erforschung ausgestorbener Tiere noch am Anfang. Viele Fossilien ließen sich mit dem damaligen wissenschaftlichen Wissen nur schwer einordnen. Derartige Funde waren deshalb von besonderem Interesse für Naturforscher, die sich mit der Geschichte der Erde und der Entwicklung des Lebens beschäftigten. Im Video erläutert Dr. Thomas Schmuck die Geschichte des Objekts und seine Bedeutung innerhalb der Sammlung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ameise im Bernstein: Ein Einblick in die Naturgeschichte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres besonderes Sammlungsstück ist eine Ameise, die in Bernstein eingeschlossen ist. Bernstein entsteht aus fossilem Baumharz. In manchen Fällen wurden kleine Tiere oder Pflanzenteile im Harz eingeschlossen und über sehr lange Zeiträume erhalten. Solche Einschlüsse werden als Inklusen bezeichnet. Sie können wertvolle Informationen über Lebewesen und Umweltbedingungen vergangener Erdzeitalter liefern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Naturforschung sind Bernsteinfunde deshalb von besonderem Interesse. Die im Goethe-Nationalmuseum aufbewahrte Ameise veranschaulicht, wie kleine und auf den ersten Blick unscheinbare Objekte zu wichtigen Zeugnissen der Naturgeschichte werden können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Goethe und die Entwicklung der modernen Naturwissenschaften</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Goethes naturwissenschaftliche Interessen gingen über das Sammeln hinaus. In der Botanik entwickelte er Vorstellungen über die Veränderung und Verwandtschaft pflanzlicher Organe, die er 1790 in seiner Schrift „Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären“ veröffentlichte. Auch in der Anatomie beschäftigte er sich mit vergleichenden Untersuchungen und der Frage nach gemeinsamen Bauplänen unterschiedlicher Lebewesen. Besonders intensiv setzte er sich mit der Entstehung und Wahrnehmung von Farben auseinander.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine 1810 veröffentlichte „Farbenlehre“ unterschied sich in wesentlichen Punkten von den physikalischen Erklärungen Isaac Newtons. Obwohl sich Goethes naturwissenschaftliche Vorstellungen nicht in allen Bereichen durchsetzten, gehören seine Arbeiten zur Geschichte wissenschaftlicher Erkenntnis und Methodik. Die Sammlung in Weimar dokumentiert damit auch eine Epoche, in der sich naturkundliche Forschung und wissenschaftliche Disziplinen grundlegend veränderten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dr. Thomas Schmuck erklärt die Schätze der Goethe-Sammlung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der letzten Folge der Reihe „kulTÜRöffner“ führt Dr. Thomas Schmuck durch ausgewählte Bestände der naturwissenschaftlichen Sammlung. Als Kustode beschäftigt er sich mit der wissenschaftlichen Erschließung, Erforschung und Vermittlung der Objekte. Im Mittelpunkt des Videos stehen die Geschichten hinter den Exponaten. Dabei wird deutlich, welche Fragen Goethe und seine Zeitgenossen an die Natur stellten und welche Bedeutung die gesammelten Gegenstände für die damalige Forschung hatten. Die Folge zeigt zugleich, dass historische Sammlungen nicht nur Zeugnisse vergangener Wissenschaft sind. Sie können auch heute noch Ausgangspunkte für neue Forschungsfragen und wissenschaftshistorische Untersuchungen bilden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„kulTÜRöffner“ der Klassik Stiftung Weimar: Kulturgeschichte im Video</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Videoreihe „kulTÜRöffner“ vermittelt die Klassik Stiftung Weimar Einblicke in ihre Museen, Sammlungen und kulturhistorischen Bestände. Die Beiträge stellen besondere Objekte und ihre Geschichten vor und lassen Fachleute aus den Einrichtungen zu Wort kommen. Die abschließende Folge über Goethes naturwissenschaftliche Sammlung richtet den Blick auf die Verbindung von Literaturgeschichte und Wissenschaft. Sie zeigt, dass Goethe nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Sammler und Naturforscher das geistige Leben seiner Zeit mitgestaltete.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Goethe-Nationalmuseum: Schließung im November 2026 und Wiedereröffnung im Dezember</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Besucherinnen und Besucher gibt es eine wichtige Änderung: Goethes historisches Wohnhaus am Frauenplan ist noch bis einschließlich 1. November 2026 zugänglich. Anschließend wird es für voraussichtlich drei Jahre denkmalgerecht saniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://www.klassik-stiftung.de/" target="_blank" rel="noopener">www.klassik-stiftung.de</a></p>
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