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Wissenschaft für Jedermann im Deutschen Museum | Claus Schwechheimer: Genomeditierte Pflanzen

25. Januar | 19:00

Seit die Menschheit sesshaft wurde, verändern wir das Erbgut von Nutzpflanzen, um sie an unsere Wünsche anzupassen. Im Anbau sollen sie pflegeleicht, ertragreich und resistent gegen Krankheiten und Schädlinge sein. Als Nahrungsmittel wünschen wir uns, dass sie gesund und wohlschmeckend sind. Als Ersatz für fossile Brennstoffe sollen sie möglichst viel Energie liefern. Heute wissen wir, dass tausende von Genen an der Ausprägung dieser Eigenschaften beteiligt sind, und technische Neuerungen machen es möglich, die Merkmale unserer Kulturpflanzen mit einzelnen Genen in Beziehung zu setzen. So ist es naheliegend, dass wir die Wirkungsweise dieser Gene so effizient wie möglich gestalten möchten. Neue Verfahren der Genomeditierung wie z. B. die CRISPR/Cas9-Technologie erlauben uns dies mit hoher Präzision. Im Vortrag von Professor Claus Schwechheimer von der TU München im Rahmen der Reihe „Wissenschaft für jedermann“ sollen zunächst die in der Pflanzenzüchtung eingesetzten Methoden, ihr Potenzial und Beispiele für ihre Anwendung vorgestellt werden. Gleichzeitig soll gefragt werden, wo die genetische Verbesserung unserer Kulturpflanzen an Grenzen stößt und welchen kritischen Fragen wir uns im Spannungsfeld von Produktivitätssteigerung und Nachhaltigkeit stellen müssen.

Ein spannendes und aktuelles Thema, auf das politisch vor allem das bürgerliche Lager Hoffnung setzt. Aber auch beim BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN formiert sich mittlerweile vor allem eine jüngere Generation, die fordert, die festgefahrenen Positionen hinsichtlich neuer Züchtungsmethoden zu überdenken.

Mehr unter: www.deutsches-museum.de