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Enter Science – Der Zukunftstalk in der Bundeskunsthalle – Die Zukunft der Ernährung

20. März | 19:00

Die Zukunft der Ernährung: Welche Rolle spielen gentechnisch veränderte Pflanzen?

Gäste:

  • – Prof. Dr. Matin Qaim
  • – Prof. Dr. Jana Rückert-John
  • – Dipl. ing. agr. Jan Plagge

Moderation: Christina Sartori und Tobias Altehenger

Seit über einer Generation wird darüber gestritten, ob Pflanzen gentechnisch verändert werden dürfen und ob von Lebensmitteln, bei deren Erzeugung auch gentechnisch veränderte Pflanzen eingesetzt werden, gesundheitliche Gefahren ausgehen. Die neuen Methoden der „Genomeditierung“ erlauben eine präzise Veränderung innerhalb des Genoms der Pflanze, die auch durch klassische Züchtung hätte entstehen können. Genomische Techniken bieten die Möglichkeit z.B. dürretolerante Kulturpflanzen zu züchten oder solche, die weniger Pflanzenschutzmittel benötigen oder frei von Allergenen sind. Die Wissenschaft sieht in den neuen Techniken eine Chance, den weltweit steigenden Bedarf an Lebensmitteln durch effizientere Produktion nachhaltig zu sichern.

Obwohl es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass von den gentechnisch veränderten Pflanzen Gefahren für die Gesundheit ausgehen, lehnen große Umweltschutzverbände, wie Greenpeace oder BUND, diese neuen Züchtungstechniken kategorisch ab, wie auch viele Verbraucher*innen Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen ablehnen. In Deutschland steht das Label „Ohne Gentechnik“ oft in einer Reihe mit Gütesiegeln, die ein Produkt als qualitätvoll und gesund auszeichnen. Obwohl das Label keinerlei Aussagen über den ernährungsphysiologischen Wert eines Produktes zulässt, suggeriert es Sicherheit gegen vermeintliche Gesundheitsrisiken während Gentechnik per se als gefährlich und gesundheitsschädlich wahrgenommen wird. Warum ist das so? Wie kann man das Vertrauen in solche Produkte und deren gesundheitliche Unbedenklichkeit stärken? Was kann die Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen?

Können wir es uns bei einem global steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, bei zunehmenden Ernteeinbrüchen durch den Klimawandel und bei schwindender Artenvielfalt leisten, auf das Potential der neuen Züchtungstechniken für eine effiziente Landwirtschaft zu verzichten? Müssen wir im Sinne einer globalen Ernährungssicherung nicht das Potential gegen die möglichen Risiken abwägen? Und stehen ökologische Landwirtschaft und die Nutzung der neuen Züchtungstechniken tatsächlich in einem Widerspruch?

Enter Science, die Talkreihe der DFG und der Bundeskunsthalle in Bonn, beschäftigt sich mit den großen Zukunftsthemen unserer Gegenwart. Welchen Beitrag leisten die Arbeit von Wissenschaftler*innen dazu, wie wir unsere Zukunft gestalten können? Bei Enter Science treffen Forschende auf Gäste aus der Kultur – und Sie! Gemeinsam fragen wir, was wissenschaftliche Erkenntnis für unser alltägliches Leben bedeutet. Das Format: interaktiv, kritisch, dialogisch.

MACHT MIT!

Wir diskutieren gemeinsam mit dem Publikum vor Ort und Euch im Livestream. Ihr habt Fragen zum Thema oder wollt einen Kommentar loswerden? Dann schreibt’s hier in die Kommentarspalte oder auf Instagram in unseren Kanal @enter_science

Mehr unter: www.bundeskunsthalle.de und www.dfg.de