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Babyn Jar – 80 Jahre danach | Diskussion im NS-Dokumentationszentrum München

28. September | 19:00 20:00

Heute liegt die Schlucht von Babyn Jar in einem großen, grünen Park im Kyïver Stadtgebiet. Vor Beginn des Zweiten Weltkrieges befand sich Babyn Jar noch am Rand der Metropole. Die ukrainische Hauptstadt war vor der Besetzung ein wichtiges Zentrum jüdischen Lebens auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Während der deutschen Besatzung Kyïvs von 1941 bis 1943 wurden etwa 65 000 bis 100 000 Menschen in Babyn Jar ermordet und verscharrt. Allein am 29. und 30. September 1941 wurden über 34 000 Juden und Jüdinnen erschossen. Zu weiteren Opfern gehörten auch Zivilist*innen, Kriegsgefangene, Kommunist*innen, ukrainische Nationalist*innen, Sinti*zze und Rom*nja und Menschen mit Behinderungen.

Bis 2025 soll ein umfangreicher Museumskomplex in Babyn Jar entstehen. Um die Gestaltung und Finanzierung wird seit der Gründung der dazugehörigen Stiftung kontrovers debattiert. Beim Podiumsgespräch diskutieren die Historikerin Tanja Penter und der ukrainische Konsul Dmytro Shevchenko über den Holocaust und die Erinnerung an das Verbrechen. Moderation: Franziska Davies

Franziska Davies arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Tanja Penter ist Professorin für Osteuropäische Geschichte an der Universität Heidelberg und Dmytro Shevchenko ist seit 2007 im ukrainischen diplomatischen Dienst und seit 2017 als Konsul des Generalkonsulats München tätig.

Mahe unter: www.ns-dokuzentrum-muenchen.de