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	<title>KreisMuseum Zons &#8211; museumsfernsehen</title>
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		<title>Up to the Surface: Niederländisches Messing-Design im Kreismuseum Zons</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Feb 2025 15:04:00 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Kreismuseum Dormagen Zons widmete sich in der Sonderausstellung „Up to the Surface“ (5.6.-22.9.2024)</strong> <strong>zwei prägenden Figuren des niederländischen Jugendstils: Johannes Cornelis Stoffels und Jan Eisenlöffel. Die Schau zeigte mit über 300 Exponaten die faszinierende Symbiose und die feinen Differenzen ihrer puristischen Formensprache.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Jahrhundertwende revolutionierten Stoffels und Eisenlöffel das Design von Gebrauchsgegenständen aus Messing. Ihre Zusammenarbeit, die unter anderem 1902 in der Gründung der Amsterdamer Werkstatt „Stoffels &amp; Co“ gipfelte, führte zu einer ästhetischen Verwandtschaft, die Besucher nun im direkten Vergleich erleben können.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Stoffels: Zwischen Tradition und Moderne</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Johannes Cornelis Stoffels (1878–1952), dessen Arbeiten dem Amsterdamer bzw. altholländischen Stil zugeordnet werden, bewies eine enorme gestalterische Bandbreite. Seine Entwürfe für Tisch- und Deckenleuchten profitierten massiv von der aufkommenden Elektrifizierung und wurden 1910 auf der Brüsseler Weltausstellung mit der Goldmedaille geehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Beleuchtungskörpern beeindruckte die Ausstellung durch seine Entwürfe für die gehobene Tischkultur – darunter Tee- und Kaffeeservices sowie eine beeindruckende Vielzahl an Uhrengehäusen. Stoffels arbeitete nicht nur für sein eigenes Unternehmen, sondern prägte als Entwerfer namhafte Firmen wie Amstelhoek oder W.P. Stockvis.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eisenlöffel: Pionier des Purismus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jan Eisenlöffel (1876–1957) gilt in der Retrospektive als einer der ersten niederländischen Designer, der eine konsequent moderne und puristische Formensprache entwickelte. Seine Werke zeichnen sich durch eine „ornamentgebremste Schlichtheit“ aus. Ein technisches und gestalterisches Highlight der Schau ist sein sechsklammiger, höhenverstellbarer Gas-Deckenleuchter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zweijährige intensive Kooperation mit Stoffels führte zu einer gegenseitigen künstlerischen Befruchtung, die so weit ging, dass einige Exponate auf den ersten Blick kaum voneinander zu unterscheiden sind. Applikationen wie die charakteristischen Ziernieten und spezifische Gravuren ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk beider Künstler.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Industrielle Adaption und Markenvielfalt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein dritter Teil der Ausstellung beleuchtete die Verbreitung dieser Formensprache über die Grenzen der Niederlande hinaus. Präsentiert wurden Objekte im Stile Eisenlöffels, die teilweise unter seiner Legitimation von renommierten Herstellern wie der <strong>WMF</strong> (Geislingen), <strong>F. &amp; R. Fischer</strong> (Göppingen) oder <strong>Kallenmeyer &amp; Harjes</strong> (Gotha) produziert wurden. Viele dieser Stücke sind ungemerkt, zeugen jedoch vom enormen Einfluss des niederländischen Designs auf die europäische Metallindustrie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr unter: <a href="https://deutsches-messing-museum.gallery/" target="_blank" rel="noopener">deutsches-messing-museum.gallery</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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