Hans Multscher (Umkreis), Drei Engel mit dem Christuskind, Relief, Lindenholz, 15. Jahrhundert / Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst Quelle: obs/ZDF/Antje Voigt

(Pressemitteilung) Gegen das Vergessen arbeiten – das ist Ziel der Ausstellung „Geraubte Kunst“, die die SPK gemeinsam mit dem ZDF und drei weiteren deutschen Museen in der digitalen Kunsthalle präsentiert.

Saulmann, von Klemperer, von Bleichröder, Rubinstein: Diese vier Namen stehen stellvertretend für die Schicksale unzähliger jüdischer Familien während der NS-Zeit – und sie stehen stellvertretend für das Schicksal bedeutender privater Sammlungen, die von den Nationalsozialisten gestohlen, auseinandergerissen, verkauft oder zerstört worden sind. Die Ausstellung „Geraubte Kunst“, die ZDFkultur ab sofort in der Digitalen Kunsthalle zeigt, dokumentiert erstmals in virtuell begehbaren Räumen die Verlustgeschichte der einstigen Sammlungen von Ernst und Agathe Saulmann, Gustav von Klemperer, James von Bleichröder und Arthur Rubinstein. Sie zeigt am Beispiel ausgewählter Werke aus diesen Sammlungen, wie der NS-Raub vonstattenging, wie der Kunstmarkt von der Zwangslage jüdischer Kunstbesitzer profitierte und wie Museen heute mit möglichen Restitutionsfällen im Sinne der Washingtoner Erklärung umgehen.

Die Schau entstand im Austausch mit den Provenienzforschern bedeutender deutscher Kultureinrichtungen: der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und dem Städel Museum in Frankfurt, die insgesamt vier Fälle für die Produktion bereitgestellt haben.

Mehr unter digitalekunsthalle.zdf.de

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