Dorian Sari im Gespräch mit dem Künstler PRICE

In Zeiten von Wut, Gewalt und Post-Truth kommt Dorian Saris Archive of Emotions einem Gegenmittel zu weit verbreiteter sozialer Passivität und Hoffnungslosigkeit gleich. Er regt mit diesem intimen Format zum kritischen Denken an, um unausgesprochenen Wahrheiten eine Sprache zu geben.

“In diesem Kunstprojekt lade ich Künstler*innen, Kurator*innen und Kreative vor die Kamera zur Diskussion von Fragen ein, mit der die Menschheit und die Natur gegenwärtig zu kämpfen haben. Im Rahmen der Ausstellung «Post-Truth» erscheint ein Künstlerbuch mit dem Titel «Texts on: Post-Truth, Violence, Anger». Darin teile ich meine Gedanken, Beobachtungen und persönlichen Erfahrungen zu verschiedenen Themen, von häuslicher Gewalt bis zu politischer Hasspropaganda, von der Manipulation durch Massenmedien bis zur Islamophobie. Ich glaube, dass das Gegenmittel zur Post-Wahrheit das Erzählen von Wahrheiten ist, also das Erzählen von Geschichten und das Zeigen menschlicher Verletzlichkeit, das Offenlegen persönlicher Geschichten und das Nachdenken darüber, wie jeder von uns mit Post-Truth, Gewalt und Wut umgeht. Einer der Hauptgründe, Künstler*innen und Kurator*innen in Gespräche vor der Kamera zu verwickeln, ist auch, um in dieser schwierigen Zeit Solidarität zu zeigen. Die Kunst und ihre Institutionen bleiben durch die auferlegten Regeln von der Öffentlichkeit ausgeschlossen. Ich glaube vor allem, wir sollten nicht aufhören, Kunst, künstlerische Kreativität und vor allem kritisches Denken zu teilen.”

Mehr unter: kunstmuseumbasel.ch

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